Messen, wenn der Hersteller nicht mitspielt
Zwei kleine Sensoren, etwa 90 €, eine halbe Stunde. Danach läuft die Auswertung ohne jede Cloud eines Herstellers. Das ist der Weg für Marken ohne offene Schnittstelle, und die Versicherung gegen den Tag, an dem ein Hersteller die Tür schließt.
Die Teile
Stromzähler mit Klemme
ca. 50 €Ein kleiner Energiezähler (z. B. Shelly EM mit 50-A-Klemme) im Verteiler am Stromkreis der Wärmepumpe. Einbau durch Elektriker oder Installateur, 15 Minuten, meist beim nächsten Wartungstermin.
Vorlauffühler
ca. 25 €Ein Anlegefühler (DS18B20) mit Kabelbinder am Vorlaufrohr, dazu ein Funkmodul (z. B. Shelly Plus Add-on). Selbst montierbar, kein Eingriff in die Anlage, keine Auswirkung auf die Garantie.
Außentemperatur
0 €Aus dem Wetterdienst für Ihre Postleitzahl, stündlich. Oder ein zweiter Fühler im Freien.
So geht es
- Teile bestellen (zusammen etwa 90 €).
- Fühler ans Vorlaufrohr, Zähler in den Verteiler (Elektriker).
- Stündliche Werte exportieren (CSV aus der Shelly-App) und unter „Datei prüfen“ hochladen. Die automatische Übernahme über die Shelly-Schnittstelle ist in Vorbereitung.
- Nach einer Woche: dieselbe Auswertung wie mit Herstellerdaten, mit dem Hinweis „Temperaturmodell“.
Was Sie damit bekommen, und was nicht
Sie bekommen die Effizienz je Stunde aus Strom, Vorlauf- und Außentemperatur (Temperaturmodell, als Schätzung gekennzeichnet), die Heizkurven-Prüfung, das Takten aus dem Stromprofil und den Trend über Winter. Sie bekommen keine Einstellungen aus der Regelung, keine Störmeldungen und keinen Warmwasseranteil, solange der Hersteller die Daten nicht herausgibt. Für diese Lücke bleibt die Datenanfrage nach EU-Datengesetz der zweite Weg.
Preise sind Richtwerte aus Händlerlisten, November 2026. Shelly ist ein Beispiel; jeder Zähler und Fühler mit stündlichem Export funktioniert. Die Genauigkeitszahl stammt aus dem Vergleich mit Häusern mit Wärmemengenzähler (Methode veröffentlicht).